Chronik 2019

 

J.S. Bachs Weihnachtsoratorium

Bei der Aufführung der Kantaten I bis III des Weihnachtsoratoriums am 28.12.2019 in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wirkten neben dem bewährten, stilsicheren Dachauer Kammerchor die famosen Soli Monika Klamm (Sopran), Jutta Neumann (Alt), Bernhard Schneider (Tenor) und Daniel Weiler (Bass) mit. Das brillante Ensemble Stross konnte mit seinen großartigen Solistinnen und Solisten, besonders den Streichern, Trompeten, Flöten und Oboen, und mit Organistin Anne Horsch die festliche Klangfülle abrunden. Unter der souveränen, feinfühligen Leitung von Christiane Höft boten alle Musizierenden ein berührendes, nobles Erlebnis, das unvergesslich bleiben wird. Die Zuhörenden wurden mit wohltuender Bezauberung beschenkt und bedankten sich mit langanhaltendem Schluss-applaus.

„Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage!“ Mit dieser jubelnden Aufforderung an die erwartungsfrohen Zuhörer eröffnete der Dachauer Kammerchor, machtvoll unterstützt von den Bläsern und markanten Paukenschlägen des Ensemble Stross, Bachs Kantatenperle. Das Weihnachtsoratorium (BWV 248) ist gewiss das bekannteste und wohl auch meistgespielte Werk des genialen Sakralmusikers Bach. Die sechs Teile des Werkes wurden ursprünglich nicht komplett, sondern (jeweils mit liturgischem Rahmen) auf die einzelnen Feiertage des Weihnachtsfestes verteilt aufgeführt. Für die Kantaten I bis III waren der 25. bis 27. Dezember vorgesehen.
Bis heute hören und erleben sogar Atheisten das Werk mit ähnlich großer Ergriffenheit wie die Gläubigen. Der Philosoph und Gottesleugner Friedrich Nietzsche schrieb in jungen Jahren über die Musik seines ‚göttlichen Bach‘: „Wer das Christentum völlig verlernt hat, der hört es hier wirklich wie ein Evangelium.“ Und Bachs Oratorium verkündet tatsächlich eine unermesslich frohe Botschaft und beschert obendrein ein gigantisches Juwel, ein grandioses Konzert.

 

In festlichen Eingangs- und Schlusschören, erzählenden Rezitativen, glänzenden Arien für die Gesangssolisten und vierstimmigen Chorälen hat Johann Sebastian Bach zu den Weihnachtsfeiern 1734 in Leipzig die neutestamentliche Geschichte von der Geburt Jesu vertont. Die Texte der Gesänge hat Bach wohl zum Teil nach dem Wortlaut des Neuen Testaments selber verfasst, er hat aber auch Liedtexte von Martin Luther, Paul Gerhardt und anderen über-nommen. Und für einige Chöre und Arien des Weihnachtsoratoriums hat er bereits aufgeführte, eigene Kompositionen wiederverwendet. Dieses Verfahren war zu jener Zeit durchaus sinnvoll. Denn da es noch keine Tonträger gab, konnte man musikalische Werke nur durch die erneute Verwendung – mit einem neuen Text – vor dem Vergessen bewahren.

D.R.  /  Fotos: Harald Meyer-Tuve


 

 


 

Erntedankgottesdienst mit Spatzenchor und Kinderchor am 6. Oktober 2019

 

 


Jubiläum: 10 Jahre Kinder- und Jugendhaus


VOCDABIDUDEI – Jazzensemble aus Hamburg
Samstag, 21. September 19.00 Uhr
Konzert in der Friedenskirche
Eintritt frei, Spenden erbeten

Couchkonzert mit VIA ZWO aus Augsburg
Freitag, 27. September, 20.30 Uhr
Wohnzimmerkonzert im Kinder- und Jugendhaus
Eintritt: 7,- €, Vorverkauf im Pfarramt der Friedenskirche

Suppenbuffet und Kaffee/Kuchen
Sonntag, 6. Oktober, 10.00 Uhr,
in der Friedenskirche
Erst beten, dann gemeinsam essen –
Warum nicht!


 

Eine Tauffeier im Ascherbach

Eine Tauffeier zweier Schulkinder mit ritueller Salbung und schließlich in einem lebendigen kleinen Flüsschen hat die Gemeinde der Dachauer Friedenskirche am 18. August 2019 miterleben und mitfeiern dürfen.

 

 

 

Die Salbung als ein besonderes Segnungsritual in Gottesdienst und Seelsorge wird derzeit in der evangelischen Kirche neu entdeckt. Nach evangelischem Verständnis tritt eine Salbung aber nicht – wie in der römisch-katholischen Liturgie – als weiteres Sakrament an die Seite von Taufe und Abendmahl. Nein, sie ist eine das Gebet begleitende, intensive Form des Segnens. Dabei wird das Heil Gottes für einzelne Gläubige nicht nur erbeten, sondern ihnen auch zugesprochen und in einer wohltuenden Geste fühlbar zugewendet. Die rituelle Salbung mit Öl wird empfunden als ein Segnen, das „unter die Haut“ geht.

 

 

 

 

Um das Sakrament ihrer Taufe hatten zwei Schulmädchen gebeten. Nun muss eine Taufe nicht unbedingt in einem Gotteshaus vollzogen werden. Der Taufort soll aber zur Taufhandlung in einem Bezug stehen. Möglich ist hierfür etwa ein Fluss, der lebendiges, Leben spendendes Wasser mit sich führt und das reinigende Taufgeschehen erlebbar macht. Das Kneipp-Naturbad im Ascherbach ( - dort, wo der Name sich ändert in "Holzgartenkanal" - ) auf dem idyllischen Moorbadgelände unweit der Friedenskirche erwies sich als der passende Ort. Bedeutsam ist, dass der Ort ein Ort der Erinnerung für die Getauften werden kann. Zu einem Punkt, der den Anfang des Weges mit Gott angibt. Zu einem Platz, an den man immer zurückkehren und wo sich die Getauften ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christen und Christinnen vergewissern können.

 

 

 

  D.R.



Unsere Jugend auf "Instagram" 



 

 

Die Kinder und die Jugendlichen der evangelischen Gemeinden in Dachau haben in den vergangenen Wochen so einiges erlebt. Und manches davon zeigen sie auch bereits stolz im Internet:
Klicken Sie auf  https://www.instagram.com/ej.dachau/


Ökumenische Kleinkindergottesdienste

Gottesdienste für Kleinkinder sind immer ein Erlebnis. Die Herzlichkeit und Offenheit der Kinder steckt an. Wir versuchen, spielerisch für die Kleinen Bibelstellen oder Themen, die ihr Leben und ein erstes kindliches Glauben berühren, zu erschließen. Wir singen, beten, basteln, hören Erzählungen und sehen anschauliche Bodenbilder. Für die Kinder soll mit allen Sinnen erfahrbar werden, dass Gott sie liebt, so, wie sie sind. Herzlich eingeladen und willkommen sind darum alle, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Geschwister… Insbesondere freilich die jungen Kleinen zwischen 0 und 6.
Zu den letzten dieser Gottesdienste vor den Sommerferien war eigeladen worden: für Sonntag, 12. Mai, 10 Uhr, in den Kirchensaal neben der Kirche Mariä Himmelfahrt und für Sonntag, 14. Juli, 10.15 Uhr, auf der Moorbadwiese, gegenüber der Friedenskirche, vor dem Max-Mannheimer-Platz.

 

 

 

 

Danach gab es bis Ende 2019 noch folgende Termine:
Sonntag, 13. Oktober, 10.00 Uhr, in Mariä Himmelfahrt, im Kirchensaal neben der Kirche, anschließend Kaffee und Kuchen
Sonntag, 10. November, 11.15 Uhr, in der Friedenskirche, im Gemeindesaal neben der Kirche, anschließend gemeinsames Mittagessen



Lichtskulpturen von Christiane Demenat

Ausstellung in der Friedenskirche Dachau
vom 7. Juli – 18. August 2019

Sie werden hier entdecken, dass unser privates Umfeld – oder ebenso unser beruflicher Wirkungskreis – durch Lichtskulpturen in ein ambiente-gebendes, sanftes, regenerierendes Licht getaucht werden kann.

 

 

 

 

 

 

Für die Bildhauerin und Kunsttherapeutin Christiane Demenat (*1963) ist die künstlerische Betätigung nicht nur ein Anliegen, sondern Lebensausdruck. Und diese Arbeit ist für sie zugleich ein unversiegbares Forschungsgebiet: Im Dialog mit dem Stein erkundet sie den Steinklang und das Steinlicht. Form ist für sie „geronnene Bewegung“, ist „Auflösung der Schwere“.

Mehr unter https://www.lichtskulptur.com/ 
und https://www.bildhaueratelier-demenat.de/

 



 

Am Sonntag, 19. Mai 2019, 10.00 Uhr

BACH-KANTATE  im Gottesdienst

„Erschallet, ihr Lieder“ ·  BWV 172

Monika Klamm, Sopran
Jutta Neumann, Alt
Bernhard Schneider, Tenor
Timo Janzen, Bass

Dachauer Kammerchor
Instrumentalensemble
Leitung: Christiane Höft

 


 

Seniorennachmittag am Montag, 6. Mai 2019,

von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Gemeindehaus der Friedenskirche, Uhdestraße / Ecke Herzog-Albrecht-Straße

„Starke Geschichten vom schwachen Geschlecht“
Ein Vortrag - auch für Männer



Nachträglich zum Weltfrauentag  am 8. März wollen wir noch einmal über Frauengeschichten berichten. Wie lange dürfen Frauen schon wählen? Wann wurde eine Frau erstmals zum Studium an einer Bayerischen Universität zugelassen? Wie ist es den Malweibern um die Jahrhundertwende in der Künstlerkolonie Dachau ergangen? Welches Arbeitspensum musste so manche Handwerksgattin mit einem großen Haushalt leisten? Und wie empfinden wir ein Märchen, bei dem die Rollenverteilung der Geschlechter einmal nicht dem gängigen Klischee entspricht?